Martin Herrmann Keine Frau sucht Bauer


Ein hochkomisches Salonkabarett für Neoromantiker in Wort und Lied.
Martin Herrmann, der erste amtliche Frauenflüsterer Deutschlands,
weiss: Auf den Acker stehen heute immer weniger / aber viele stehen auf
den Akademiker…Mit Wort und Lied kümmert sich Anti-Liedermacher
Martin Herrmann um den Zeitgeist zwischen Stadt und Land. In Berlin
haben Unbekannte einen 30 Meter langen Tunnel gegraben und eine Bank
ausgeraubt. Offenbar gibt es in Berlin Bauvorhaben, die gelingen.
Auf dem Land herrschen klare Verhältnisse: ein 83-jähriger Bauer wurde
beim Reparieren des Weidezauns von seiner Kuh aufgespiesst. Hier wird
Rente mit 65 viel schärfer überwacht. Der „Deutsche Glücksatlas“ wurde
2017 neu vermessen, Sieger war Schleswig-Holstein. Laut Klappentext
sehen dort die Menschen das Glas immer halbvoll. In Schleswig-Holstein
blieben die Gläser noch nie lange ganzvoll, aber das ist Glück: man
kann ja nachschenken.
Die Scheidungsquote liegt bei 50% in den Städten. Nur auf dem Land
herrscht Stabilität. Grund: keine Frauen. Die sitzen alle in der Stadt und
lassen sich scheiden.
Fernseherprobte Städter hoffen inzwischen, eine Frau zu finden, wenn
sie sich als Bauer verkleiden. Was treibt eine Städterin in die Arme eines
Bauern? Ist es das Platzangebot für die Kinder und der Streichelzoo im
Haus? Der Bauer ist familienfreundlich. Und wenn die Frau vom Gebären
zu müde ist, trägt sie der Bauer auf Händen – zur Stallarbeit.
Von gefühlter Temperatur bis zur esoterischen Komplett-Entwirklichung:
Romantik gilt als ein gefühltes Menschenrecht. Und dafür steht:
„Keine Frau sucht Bauer!“ Martin Herrmann ist Preisträger
des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2018

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